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Fahrerlaubnis auf Probe

Allgemeine Informationen

Beim erstmaligen Erwerb einer Fahrerlaubnis wird diese auf Probe erteilt. Die Probezeit dauert zwei Jahre vom Zeitpunkt der Erteilung an. Bei Erteilung einer Fahrerlaubnis an den Inhaber einer im Ausland erteilten Fahrerlaubnis ist die Zeit seit dem Erwerb auf die Probezeit anzurechnen. 

Die Fahrerlaubnis auf Probe wurde eingeführt, um dem Gefährdungsrisiko der Fahranfänger entgegenzuwirken. Ein sicheres und rücksichtsvolleres Fahrverhalten soll erreicht werden. Insbesondere soll das Risikobewusstsein gefördert und die Gefahrenerkennung verbessert werden.

Die Fahrerlaubnis der Klassen AM, L und T sind von der Probezeit ausgenommen. 

Hat der Inhaber einer Fahrerlaubnis auf Probe innerhalb der Probezeit eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat begangen, die rechtskräftig in das Fahreignungsregister eingetragen worden ist, hat das fahrerlaubnisrechtliche Konsequenzen für den Fahrerlaubnisinhaber. 

Die Zuwiderhandlungen werden in zwei Gruppen eingeteilt: 

Gruppe A: schwerwiegende Zuwiderhandlungen (Geschwindigkeitsüberschreitung, Rotlichtverstoß, Vorfahrtmissachtung u.a.) 

Gruppe B: nicht in Gruppe A aufgeführte schwerwiegende Zuwiderhandlungen ( z. B. Verstoß gegen zulassungsrechtliche Vorschriften, mangelhafte Reifen, Handyverstoß u.a.) 

Bei einem Verstoß der Gruppe A oder zwei Verstößen der Gruppe B leitet die Fahrerlaubnisbehörde Maßnahmen ein. Auch nach Ablauf der Probezeit werden Maßnahmen eingeleitet, wenn der Verstoß innerhalb der Probezeit begangen worden ist. 

Ist gegen den Inhaber einer Fahrerlaubnis auf Probe wegen einer innerhalb der Probezeit begangenen Straftat oder Ordnungswidrigkeit eine rechtskräftige Entscheidung ergangen, hat die Fahrerlaubnisbehörde die Teilnahme an einem Aufbauseminar anzuordnen und hierfür eine Frist zu setzen. 

Es gibt zwei Arten von Aufbauseminaren: 

Das einfache Aufbauseminar ist in Gruppen von mindestens sechs und höchstens zwölf Teilnehmern von einem geschulten Fahrlehrer durchzuführen. Der Kurs besteht aus vier Sitzungen von jeweils 135 Minuten in einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen. In den Kursen sind die Verkehrszuwiderhandlungen, die bei den Teilnehmern zur Anordnung der Teilnahme an dem Aufbauseminar geführt haben und die Ursachen dafür zu diskutieren und daraus ableitend allgemein die Probleme und Schwierigkeiten von Fahranfängern zu erörtern. Zwischen der ersten und zweiten Sitzung ist mit dem Fahrlehrer eine Fahrprobe von mindestens 30 Minuten durchzuführen. 

Das besondere Aufbauseminar wird angeordnet, nachdem der Fahranfänger unter Drogen- oder Alkoholeinfluss aufgefallen ist. Das Seminar wird durch einen amtlich anerkannten Verkehrspsychologen ebenfalls in einer Gruppe mit sechs bis zwölf Teilnehmern durchgeführt. Nach einem Vorgespräch sind drei Sitzungen von jeweils 180 Minuten in einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen zu absolvieren. Außerdem müssen die Teilnehmer zwischen den Sitzungen Kursaufgaben erledigen. 

Die Probezeit verlängert sich um 2 Jahre, wenn ein Aufbauseminar angeordnet worden ist. 

In der Probezeit gilt ein absolutes Alkoholverbot. Ordnungswidrig handelt, wer in der Probezeit nach § 2a StVG oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres als Führer eines Kraftfahrzeugs im Straßenverkehr alkoholische Getränke zu sich nimmt oder die Fahrt antritt, obwohl er unter der Wirkung eines solchen Getränks steht. 

In der Praxis wird ab einem Wert von 0,2 Promille Alkohol im Blut oder 0,1 mg/l Alkohol in der Atemluft bereits angenommen, dass die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt ist. Hält ein Fahranfänger sich nicht an das Verbot, wird der Verstoß mit einem Bußgeld von 250€ sanktioniert. Hinzu kommen die Kosten für die Blutentnahme und die Verwaltungsgebühren. Die Tat wird in Flensburg mit einem Punkt bewertet. Ein besonderes Aufbauseminar wird angeordnet und die Probezeit auf zwei Jahre verlängert. 

Wird die Teilnahmebescheinigung für das Aufbauseminar nicht fristgerecht der Fahrerlaubnisbehörde vorgelegt, ist die Fahrerlaubnis zu entziehen. 

Begeht der Inhaber einer Fahrerlaubnis auf Probe nach Teilnahme an einem Aufbauseminar erneut eine Zuwiderhandlung nach Abschnitt A oder zwei Zuwiderhandlungen nach Abschnitt B, wird er schriftlich verwarnt. Außerdem wird ihm nahe gelegt, an einer verkehrspsychologischen Beratung teilzunehmen. 

Verstößt der Inhaber einer Fahrerlaubnis auf Probe zwei Monate nach Zustellung der Verwarnung oder später erneut gegen die Verkehrsvorschriften, ist die Fahrerlaubnis zu entziehen. Eine neue Fahrerlaubnis darf frühestens drei Monate nach Wirksamkeit der Entziehung erteilt werden. 

Die Fahrerlaubnisbehörde kann auch insbesondere eine medizinisch-psychologische Begutachtung in einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung anordnen, wenn der Inhaber einer Fahrerlaubnis innerhalb der Probezeit Zuwiderhandlungen begangen hat, die nach den Umständen des Einzelfalls bereits Anlass zu der Annahme geben, dass er zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet ist. 

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt bei der Fahrerlaubnisbehörde Ihres Landkreises bzw. Ihrer kreisfreien Stadt.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Es werden ggf. Unterlagen benötigt. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Welche Fristen muss ich beachten?

Schon nach Anordnung der ersten Maßnahme verlängert sich die Probezeit nochmals um zwei Jahre auf insgesamt vier Jahre.


Ansprechpartner/in beim Landkreis Diepholz
Frau Melanie Sudmann-MenckStandort anzeigen
Ämter / Bereiche
Fachdienst 31 Straßenverkehrswesen
Fachdienst 31 StraßenverkehrswesenTeam Fahrerlaubnisse
Gebäude "Alte Post" (Ecke Wellestr.), Zimmer P068
Prinzhornstr. 4
49356 Diepholz
Telefon: 05441 976-1357
Telefax: 05441 976-1705
E-Mail:
Frau Manuela HurasStandort anzeigen
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