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ALLRIS - Vorlage

Sitzungsvorlage - 082.0/26

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

 

Der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen nimmt den Bericht der Wirtschaftsförderung zur Kenntnis.

 

 

 

Beyersdorff

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Sachverhalt

 

Die Wirtschaftsförderung hat sich neu aufgestellt und die neuen Schwerpunkte und erste Zwischenergebnisse sollen mit diesem Bericht vorgestellt werden:

 

I. Intensivierung und Ausbau der Existenzgründungsberatung


Die Existenzgründungsberatung fand bislang in Einzelterminen mit Gründerinnen und Gründern auf Nachfrage statt. Die Wirtschaftsförderung beriet dazu selbst und vermittelte bei Fördermittelanfragen an den Landkreis oder die NBank. Die Nachfrage war relativ gering.

Die Funktion von Existenzgründungen ist, dass sie neue Ideen und neue Geschäftsmodelle in die etablierte Wirtschaftsstruktur einbringen und diese dynamisch weiterentwickeln. Um diese Chancen auch für Stuhr besser zu nutzen, wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:

 

  1. Auf der Internetseite wurde der Bereich "Existenzgründung" neu und besser verständlich dargestellt, um für Gründungswillige einen einfacheren Einstieg anzubieten und die Wirtschaftsförderung wieder stärker als Akteur ins Spiel zu bringen.
  2. Mit dem Bremer Senior Service wurde eine Zusammenarbeit vereinbart, um einerseits regelmäßige und gemeinsame Beratungssprechtage anzubieten und eine intensivere Beratungsleistung zu gewährleisten und damit das Beratungsangebot auszuweiten. Die Beratungssprechtage finden jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus statt und werden via Newsletter und Presse angekündigt. Die Resonanz ist bislang sehr gut! Am 19. März fand der erste Beratersprechtag statt. Die Termine sind bisher alle ausgebucht! Hier macht sich auch der neue Internetauftritt bemerkbar, mit deren Hilfe jede/r Gründungswillige sich einfach einen einstündigen Termin buchen kann, um seine/ihre Fragen an das Beraterteam zu stellen. Die Beratung zielt darauf ab, wie die Gründung am besten unterstützt werden kann und vielfach geht es um die Erstellung eines Businessplans als Grundlage für das Bankgespräch.
  3. Eine weitere kleinere Neuerung im Bereich der Digitalisierung haben wir für den Bereich "Gewerbeanmeldungen" im Rathaus umgesetzt. Mithilfe eines Flyers mit QR-Code gelangen die Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihr Unternehmen an- oder ummelden ganz leicht auf unser digitales Branchenbuch, um sich dort einzutragen.
    Mit diesem Eintrag verhelfen wir auch den Existenzgründungen zu mehr Sichtbarkeit in der Stuhrer Wirtschaft.

 

II. Aufbau der Beratung für die Unternehmensnachfolge

 

  1. Viele Unternehmen müssen ihren Betrieb aufgeben, weil die Unternehmensnachfolge nicht gesichert werden konnte. Damit geht ein Verlust an Arbeitsplätzen und Wirtschaftsleistung einher. Um dieses Thema für Stuhr besser zu bearbeiten, hat sich die Wirtschaftsförderung bei dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der KfW betriebenen größten Portal für Unternehmensübergaben "nexxt-change" (nexxt-change.org) als Regionalpartner angemeldet. Damit stehen wir den Unternehmen aus dem Bereich Stuhr und "umzu" als Ansprechpartner zur Verfügung und helfen bei der Erstellung einer Anzeige in dem Portal. Außerdem bieten wir an, die gesamte Kontaktanbahnung und Kommunikation bis zum tatsächlichen Kennenlernen über die Wirtschaftsförderung laufen zu lassen.
     
  2. Das Thema "Unternehmensnachfolge" wird ebenfalls gemeinsam mit dem Bremer Senior Service im Rahmen der Beratersprechtage angeboten, so dass wir insgesamt das Beratungsangebot auch für diesen Bereich deutlich ausgebaut haben. 

 

III. Einführung einer neuen Software für die Arbeit der Wirtschaftsförderung

 

Die Wirtschaftsförderung hat bislang mehrere Datenbanken genutzt, um die Unternehmensinformationen zu verwalten. Die Digitalisierungsmaßnahme innerhalb der Wirtschaftsförderung zielt darauf ab, dass künftig nur noch mit einer CRM-Software gearbeitet wird, mit der alle anfallenden Informationen berarbeitet werden. Mit der Einführung der neuen Software, die gleichzeitig auch an unsere Telefonanlage angeschlossen werden soll, wird die Arbeit erleichtert und effizienter gestaltet. Die Einführung soll bis Ende Mai abgeschlossen werden.

 

IV. Digitalisierung unserer Gewerbegebietsinformationen

 

Um erfolgreich Unternehmen am Standort Stuhr anzusiedeln, ist eine gute, digitale Informationsgrundlage zu den Gewerbegebieten erforderlich, die alle wichtigen Informationen für Investoren bereitstellt. Diese Aufgabe konnte nun für alle unsere Gewerbegebiete von der Wirtschaftsförderung abgeschlossen werden. Die neu aufbereiteten interaktiven Gewerbeflächen-Informationen finden sie jetzt unter:Gewerbegebiete | Stuhr.de
Diese Maßnahme soll die Vermarktung der freien Gewerbeflächen in unseren Gewerbegebieten verbessern.

V. Aufbereitung unserer Gewerbeflächen-Schilder 

 

Im Zuge der Neuausrichtung der Bestandsentwicklungspolitik der Wirtschaftsförderung haben wir uns auch der bestehenden Gewerbeflächen-Schilder angenommen. Diese Schilder stehen oftmals im Eingangsbereich der Gewerbegebiete und weisen auf die dort ansässigen Unternehmen hin. Im Zuge der Bestandsaufnahme wurde festgestellt, dass insgesamt 22 großflächige Gewerbeschilder vorhanden sind, die teilweise noch auf nicht mehr ansässige Unternehmen verweisen.Zudem entsprach der Zustand der Schilder nicht mehr in vollem Umfang den gewünschten Pflege- und Unterhaltungsstandards. In der Folge wurde der Baubetriebshof beauftragt, die Schilder zu reinigen und bei Bedarf freizuschneiden.

 

Anschließend hat die Wirtschaftsförderung einen Dienstleister gesucht, der künftig die neuen Schilder erstellt und anbringt. Dieser Auftrag konnte an die in Brinkum ansässige Firma Mink Werbetechnik GmbH vergeben werden, die in einem ersten Schritt auch die Unternehmensschilder entfernt, die in dem Gewerbegebiet nicht mehr existieren oder sich selbst ein Schild angebracht hatten.

Außerdem haben wir einen neuen Nutzungsvertrag entworfen und neue Preise kalkuliert. 
All diese Informationen zu den insgesamt 22 Gewerbeschildern haben wir ebenfalls online zur Verfügung gestellt. Sie finden diese Angaben unter: Gewerbegebietsbeschilderung | Stuhr.de

Als Nächstes werden die Unternehmen in den jeweiligen Gewerbegebieten auf die Nutzung der Schilder angeschrieben. Diese Maßnahme soll dazu beitragen die Sichtbarkeit unserer Unternehmen zu verbessern und gleichzeitig einen gepflegteren Eindruck unserer Gewerbegebiete vermitteln.


VI. Einführung von NBank-Beratersprechtagen für Bestandsunternehmen

 

Die NBank bietet viele verschiedene Förderprogramme für die niedersächsischen Unternehmen an. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Stuhrer-Unternehmen zu fördern, ist es wichtig, dass sie einen einfachen und direkten Zugang zu den unterschiedlichsten Förderprogrammen der NBank erhalten. Denn insbesondere mithilfe von verlorenen Zuschüssen wird die Investitionsbereitschaft und die Finanzierung von Innovationen gefördert, welche wiederum die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen stärken.
Im Rahmen ihrer Bestandsentwicklungspolitik hat sich die Wirtschaftsförderung daher zum Ziel gesetzt, die Hürden für die Inanspruchnahme der vorhandenen Fördermittel zu senken.

 

Deshalb haben wir mit der NBank und der Wirtschaftsförderung des Landkreises Diepholz vereinbart, einen gemeinsamen Beratersprechtag einzurichten. Damit wollen wir erreichen, dass unsere Unternehmen schnell über geeignete Förderprogramme und den jeweiligen Antragsweg sowie Fördervoraussetzungen informiert werden können.

 

Der erste NBank-Beratersprechtag findet am Dienstag, den 09.06.2026 im Rathaus statt. 
Die Unternehmen werden dazu eine Einladung in unserem Newsletter erhalten. Außerdem wird dazu eine Pressemitteilung erfolgen.

Es ist geplant diese NBank-Beratersprechtage künftig regelmäßig durchzuführen.

 

VII. Übersicht Landkreis-Förderung
 

Im letzten Jahr haben insgesamt sechs Stuhrer Unternehmen eine Förderung aus dem Förderprogramm des Landkreises Diepholz erhalten. Der Zuschuss betrug zwischen 3.595 € - 15.000 € pro Unternehmen und wurde zur Förderung von Existenzgründungen, Erweiterungsinvestitionen und einer Neuansiedlung verwendet. Insgesamt flossen Zuschüsse in Höhe von 58.345 € nach Stuhr, mit denen Investitionen in Höhe von 651.000 € gefördert und 34 neue Dauerarbeitsplätze geschaffen wurden.

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Auswirkung auf Klima

 

Ja

 

 

Nein

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