Schulkonzeption
Allgemeinbildende Schulen
- Schulkonzeption -
Der Rat der Gemeinde Stuhr hat am 17. Februar 1975 – also weniger als ein Jahr nach der Verwaltungs- und Gebietsreform – eine Schulkonzeption für die Gemeinde Stuhr verabschiedet. Sie traf Aussagen zur Bildung von fünf Einzugsbereichen im Primarbereich und zwei Einzugsbereichen für die Sekundarbereiche I und II, für die jeweils ein Schulzentrum errichtet werden sollte. Zum Schuljahr 1976/77 wurde die Kooperative Gesamtschule in Brinkum als Regelschule für die Schüler und Schülerinnen aus den Ortsteilen Brinkum, Seckenhausen, Fahrenhorst, Groß Mackenstedt und Heiligenrode sowie im Gymnasialzweig auch für die Schülerinnen und Schüler aus Stuhr, Moordeich und Varrel, eingerichtet. Die im Ortsteil Moordeich bestehende Hauptschule mit Orientierungsstufe für die übrigen Schüler und Schülerinnen aus den Ortsteilen Stuhr, Moordeich und Varrel wurde bereits zum Beginn des Schuljahres 1975/76 um einen Realschulzweig erweitert und somit zu einem Schulzentrum entwickelt.
In weiteren Beschlüssen in den Folgejahren hat der Gemeinderat die weitere Schulentwicklung inhaltlich und baulich bis zum heutigen Stand entwickelt und begleitet. Dazu gehört auch die inhaltliche Erweiterung des Schulzentrums Moordeich um einen Gymnasialzweig und damit die Umwandlung des Schulzentrums in eine Kooperative Gesamtschule des Sekundarbereichs I zum Beginn des Schuljahres 2001/02. Zu diesem Zweck wurde das vorhandene Schulgebäude in mehreren Baustufen bedarfsgerecht ausgebaut. Bestehende Orientierungsstufen wurden zu Beginn des Schuljahres 2004/05 aufgelöst. Die Schülerinnen und Schüler werden seitdem ab der fünften Klasse in den entsprechenden Schulzweigen unterrichtet.
Zu Beginn des Schuljahres 1999/2000 wurden die örtlichen Grundschulen in Verläßliche Grundschulen umgewandelt. Das bedeutet, dass die ersten zwei Jahrgänge täglich 4 Stunden und die Jahrgänge 3 und 4 täglich 5 Stunden verbindlich unterrichtet werden. Auf Antrag der Eltern können Kinder der ersten beiden Jahrgänge auch in der
5. Unterrichtsstunde unentgeltlich betreut werden.
Ergänzend zur Verlässlichen Grundschule wird ab dem Schuljahr 2012/2013 an allen Grundschulen der Gemeinde Stuhr ein offenes Ganztagsschulangebot eingerichtet. Dieses Angebot beinhaltet von montags bis donnerstags für alle Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Verlässliche Grundschule die Möglichkeit einer freiwilligen und kostenfreien Betreuung bis um ca. 15:30 Uhr. In diesem Rahmen besteht auch die Möglichkeit, an einer gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung teilzunehmen. Für Schülerinnen und Schüler berufstätiger Eltern besteht darüber hinaus im Anschluss an das Ganztagsschulangebot die Möglichkeit, eine gebührenpflichtige ergänzende Betreuung in Anspruch zu nehmen. Hier werden die Schülerinnen und Schüler montags bis freitags bis maximal 18:00 Uhr betreut. Auch findet im Rahmen der ergänzenden Betreuung eine Ferienbetreuung statt. Die Gemeinde Stuhr fördert das Ganztagsschulangebot und die ergänzende Betreuung mit eigenem Personal.
Die beiden Kooperativen Gesamtschulen wurden vom Schuljahr 2004/2005 an zu offenen Ganztagsschulen entwickelt. Mit Mitteln des Investionsprogrammes Zukunft Bildung und Betreuung wurden beide Schulen mit Räumlichkeiten für den Ganztagsbetrieb z.B. Mensen und Freizeitbereiche sowie naturwissenschaftlichen Räumen ausgestattet. Das Ganztagsangebot wird durch Mitteleinsatz der Gemeinde im Lehr- und Lernbereich gefördert. Die Freizeitbereiche der Schulen werden von Sozialpädagoginnen betreut, die der Jugendpflege der Gemeinde zugeordnet sind.
Ein besonderes Anliegen ist der Gemeinde Stuhr die gemeinsame Betreuung und Beschulung von behinderten und nichtbehinderten Kindern. Nachdem im Jahre 1987 erste Integrationsgruppen in den Kindergärten eingerichtet wurden, gelang auch die logische Fortsetzung durch Beschulung der behinderten Kinder in Integrationsklassen bzw. einer Kooperationsklasse in den örtlichen Schulen.
Als konsequenter Schritt für die Fortführung der Integration von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist die Einführung der sonderpädagogischen Grundversorgung in den Grundschulen der Gemeinde Stuhr zum Beginn des Schuljahres 2001/02 gewesen.
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