Stuhrs Bürgermeister Stephan Korte freut sich über die große Beteiligung beim Tag der Städtebauförderung sowie dem Klima- und Umweltschutztag: Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger brachten ihre Ideen, Fragen und Anregungen zur Zukunft des Ortskerns und zu nachhaltigen Zukunftsthemen in Stuhr ein.© Gemeinde StuhrIm Mittelpunkt des Tags der Städtebauförderung standen aktuelle Planungen und Projekte zur Entwicklung des Ortskerns Stuhr. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und ihre Vorstellungen für die zukünftige Entwicklung einzubringen.
Ein Schwerpunkt lag auf der zukünftigen Nachnutzung des Feuerwehrgerätehauses sowie der Gestaltung des Außenbereichs an der Turnhalle in der Blockener Straße. Die Beteiligungsangebote waren bewusst für alle Altersgruppen konzipiert.
Besonders gut angenommen wurde die interaktive Beteiligungsstation zur Zukunft des Feuerwehrgerätehauses. Mithilfe von Figuren konnten Besucherinnen und Besucher ihre Ideen und Wünsche sichtbar machen und gemeinsam ein Bild möglicher Nutzungen entwickeln.
Dabei wurden insbesondere folgende Wünsche geäußert:
- Räume für musikalische Aktivitäten wie Proben oder kleinere Konzerte
- Innen- und Außenbereiche mit Aufenthaltsqualität für Jugendliche
- Möglichkeiten für kleine gastronomische Angebote wie Café oder Kiosk
- Angebote für den täglichen Bedarf und alternative Konsumformen, beispielsweise ein Unverpacktladen oder eine kleine Markthalle
- Multifunktionale Räume für private Feiern, Treffen und Veranstaltungen
Auch die Gestaltung des Gebäudes und des Vorplatzes spielte eine wichtige Rolle. Genannt wurden unter anderem ein stimmiges Beleuchtungskonzept, vielfältige Sitzmöglichkeiten im Außenbereich sowie die Integration von Spiel- und Bewegungsflächen.
Ideen für die Zukunft des Ortskerns Stuhr: Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich mit kreativen Vorschlägen und Vorstellungen zur möglichen Nachnutzung des Feuerwehrgerätehauses.© Gemeinde StuhrBei der Beteiligung zur Gestaltung der Wiesenflächen neben der Turnhalle zeigte sich insbesondere bei jüngeren Besucherinnen und Besuchern der Wunsch nach zusätzlichen Bewegungs- und Spielelementen.
Ein sichtbares Ergebnis des Aktionstages entstand direkt vor Ort: Gemeinsam mit den Naturgartenbeauftragten der Gemeinde Stuhr bepflanzten Besucherinnen und Besucher zwei Hochbeete am Eingang des Bürgerbüros mit heimischen Stauden. Damit wurde nicht nur ein Beitrag zur ökologischen Gestaltung geleistet, sondern auch ein dauerhaft sichtbares Zeichen gemeinschaftlicher Beteiligung geschaffen.
Auch hier fiel das Fazit durchweg positiv aus. Zahlreiche Ausstellende, Vereine, Unternehmen und Institutionen nutzten die Veranstaltung zum Austausch und zur Vernetzung. Besucherinnen und Besucher informierten sich zu Themen wie Wärmepumpe, klimaangepasstem Bauen, energetischer Sanierung und ökologische Baustoffe. Besonders gefragt waren Beratungen zu den Voraussetzungen und Fördermöglichkeiten moderner Heiztechnik sowie zum Einsatz nachhaltiger Materialien wie Holz, Lehm und Stroh im modernen Bauwesen.
Auch Stuhrer Unternehmen brachten ihre Expertise rund um energetische Sanierung und Wärmewende ein und standen für Gespräche zur Verfügung. Gleichzeitig präsentierten sich örtliche Vereine und Initiativen wie der NABU, der Hegering, die Naturgartenbeauftragten und Stuhrplus mit ihren Angeboten und Projekten.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag zudem auf den Themen Radverkehr und Öffentlicher Personennahverkehr. Großes Interesse fand hier der Fachvortrag zum Radverkehr. Darin erläuterte der unabhängige Radverkehrsexperte Dr.-Ing. Peter Bischoff (shp Verkehrsplanung und Mitglied der Expertenkommission zur neuen ERA) rechtliche Rahmenbedingungen sowie Möglichkeiten für sicheren Radverkehr und war dabei voll des Lobes, für die Lösungen die dazu bisher in der Gemeinde Stuhr gefunden wurden. Im Anschluss beantwortete er Fragen aus dem Publikum.
Großes Interesse zeigten viele Familien und Besucherinnen und Besucher am Infostand zu den Themen Radverkehr und Öffentlicher Personennahverkehr. Der Fachvortrag von Peter Bischoff stieß auf reges Interesse und bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche und Fragen rund um sichere und zukunftsfähige Mobilität in der Gemeinde Stuhr.© Gemeinde Stuhr
Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit auch, sich am Infomobil über den ÖPNV zu informieren und Fragen zur geplanten Linie 8 zu stellen. Die Gemeinde Stuhr freut sich über den vollen Erfolg dieses Aktionstags. Insbesondere Bedankt sich die Gemeinde bei allen Teilnehmenden und Ausstellenden, die zu dem vielfältigen Programm beigetragen haben.
„Der große Zuspruch zeigt, wie wichtig vielen Menschen die Zukunft ihres direkten Lebensumfeldes ist. Es freut mich sehr, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger mit eigenen Ideen, Fragen und Anregungen eingebracht haben. Genau dieser Austausch macht gute Ortsentwicklung aus. Gleichzeitig hat der Klima- und Umweltschutztag deutlich gemacht, dass Themen wie nachhaltiges Bauen, moderne Mobilität und Klimaschutz längst im Alltag der Menschen angekommen sind. Gemeinsam gestalten wir Stuhr Schritt für Schritt lebenswert, nachhaltig und zukunftsfähig weiter“, betont Stephan Korte.