Zweite Mobile Skate-Rampen an Kinder in Seckenhausen übergeben© Gemeinde StuhrDer leuchtend orangefarbene Wagen mit seinen vielseitigen Skate-Elementen sorgt ab sofort für noch mehr Schwung auf dem Kirchengelände und steht allen Interessierten zur Ausleihe bereit.
Entstanden ist das Projekt im Rahmen des „Pop-Up-Platz“-Vorhabens der Gemeinde Stuhr. Mit viel Kreativität und Einsatz entwickelten Kinder aus Seckenhausen gemeinsam mit dem Pop-Up-Team des Fachdienstes Ortsteil- und Regionalentwicklung ihre eigenen Ideen. Nach intensiven Beratungen entschieden sie sich für einen flexibel nutzbaren Skate-Park, den sie selbstständig auf- und abbauen können. Auf diese Weise ist ein vielseitiges Gemeinschaftsprojekt gewachsen, das aktive Freizeitgestaltung ermöglicht, Eigeninitiative stärkt und das Miteinander auf bereichernde Weise belebt.
Der Prozess begann im Frühjahr 2025 mit der Vorstellung des Projekts im Schülerrat, betreut von Lehrerin Britta Buttelmann. Anschließend sammelten die Klassensprecher*innen in ihren Klassen Vorschläge für mögliche Pop-Up-Ideen. Aus einer Vielzahl kreativer Beiträge – darunter ein Zirkus, ein temporärer Swimmingpool oder mobile Hochbeete – setzte sich die Idee eines mobilen Skate-Parks durch.
Im weiteren Verlauf identifizierten die Kinder mithilfe eines Ortsplans mögliche Skate-Orte im Dorf. Auf einer „Dorfsafari“ Ende August erkundeten sie diese Plätze vor Ort und bewerteten die Eignung. Die Ergebnisse sind auf einer Karte dokumentiert, die am Wagen angebracht ist.
„Dieser Prozess zeigt, dass Kinder konstruktive Ideen entwickeln können, die der gesamten Gemeinschaft zugutekommen“, betont Gemeindemitarbeiterin Anna Betsch. „Es hat großen Spaß gemacht, gemeinsam mit den 6- bis 10-Jährigen Lösungen zu erarbeiten und Seckenhausen aus ihrer Perspektive zu entdecken.“
Hintergrund: Im Rahmen der Ortsteilfeste 2024 fördert die Gemeinde Stuhr temporäre öffentliche Plätze unter dem Motto „Bewegung und Begegnung“. Für jeden Ortsteil stehen 12.000 Euro aus dem Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ zur Verfügung; insgesamt wird das Vorhaben mit 120.000 Euro unterstützt.
Mit den „Pop-Up-Plätzen – Räume der Möglichkeitsforschung“ schafft die Gemeinde flexible, kreative Interventionen, die zentrale Orte in den Ortsteilen beleben sollen. Die Maßnahmen werden gemeinsam mit lokalen Organisationsteams entwickelt und vom
Fachdienst Ortsteil- und Regionalentwicklung begleitet. Das Format „Pop-Up“ ermöglicht es, mit geringem Aufwand neue Ideen auszuprobieren, Veränderungen sichtbar zu machen und Impulse für eine langfristige Ortsgestaltung zu setzen.