Rauchhaus Varrel
Das Rauchhaus in Varrel ist eines der ältesten Häuser in Varrel und diente bis in die 1920er Jahre als Heuerlingshaus. Das Haus dokumentiert auf eindringliche Weise die Lebens- und Wohnbedingungen der unterbäuerlichen Schicht zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es steht unter Denkmalschutz.
Das Rauchhaus wurde um 1830 überwiegend aus Altmaterialien, die wohl vom ehemaligen Haupthaus des zugehörigen Hofes nach dessen Neubau stammen, als Heuerlingshaus errichtet. Nach dem 1. Weltkrieg hat sich am Bestand des Hauses praktisch nichts mehr verändert.
Heuerleute waren meist die nicht erbberechtigten Bauernsöhne und auch Töchter - und später dann deren Nachkommen -, die eine untere Schicht der in der Landwirtschaft tätigen Bevölkerung bildeten. Entsprechend ärmlich waren die kaum fundamentierten und wegen der dünnen Wände kalten Häuser aufgebaut.
1988 hat die Gemeinde Stuhr das Rauchhaus erworben und erste Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, um es als Baudenkmal der Nachwelt zu erhalten. Anfang 2005 wurde zwischen dem Förderverein Gut Varrel und der Gemeinde Stuhr ein Vertrag über die Nutzung und die Restaurierung des Rauchhauses abgeschlossen. Eine kleine Gruppe von handwerklich geschickten Mitgliedern hat sich dieser Aufgabe angenommen. Es wird unter Denkmalschutzgesichtspunkten eine Rekonstruktion des Zustandes des Rauchhauses wie in den 1920er Jahre angestrebt. Das Projekt wird unter Mitwirkung des Kreismuseums in Syke durchgeführt.
Das Haus wird zu bestimmten Anlässen für die Besichtigung durch die Öffentlichkeit und interessierte Gruppen geöffnet.
Bei Interesse an einer Führung wenden Sie sich bitte an:
Gästeführung Stuhr - Alexandre Peruzzo
Telefon: 04206 9462 und 0162 1092910
E-Mail: h.a.peruzzo@t-online.de
Homepage des Rauchhauses auf der Seite des Fördervereins Gut Varrel
Gebäude, Institutionen, sonstige Einrichtungen
- Rauchhaus Varrel, Grüne Straße 8, 28816 Stuhr

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